Der beste Starenkasten Test

Der beste Starenkasten: Test & Empfehlungen (11/2021)

Wie alle Vögel hat auch der Star in unseren Gärten zunehmend Probleme, eine passende Nisthöhle zu finden. Ein Starenkasten kann Abhilfe schaffen und als Brutraum und warmes Winterquartier dienen. Einmal angesiedelt, bedanken sich die Vögel mit kunstvollen Konzerten. Sie unterstützen Sie außerdem als fleißige Insektenvernichter.

Ein passender Nistkasten für den Star wird als Starenkasten oder Starenkobel bezeichnet. Sie sind in zahlreichen Ausführungen und mit unterschiedlichen Features erhältlich. Wir haben die verschiedenen Modelle für Sie getestet und die Vor- und Nachteile für Sie zusammengetragen. Wollen Sie sich die Entscheidung zusätzlich erleichtern, haben wir außerdem unsere Favoriten für Sie zusammengestellt.

Wir hoffen, dass Ihnen unser Artikel bei der Suche nach dem richtigen Starenkasten behilflich sein kann und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Stare leiden wie alle Wildvögel zunehmend an Nistplatzmangel. Ein Nistkasten schafft einen alternativen Lebensraum im Garten. Darin können sich die Stare ansiedeln, brüten und ein warmes Winterquartier finden. Zum Dank unterstützen Sie sie als natürliche Insektenvernichter und mit eindrucksvollen Konzerten.
  • Viele Starenkästen sind minderwertig hergestellt und nicht artgerecht. Ein guter Starenkasten sollte bis auf das Einflugloch geschlossen sein, abgeschliffene Kanten haben und aus Massivholz oder Holzbeton bestehen. Der Innenraum sollte 15x15cm groß sein. Das Einflugloch sollte einen Durchmesser von 45mm haben und kann zum Schutz vor Nesträubern verlängert sein.
  • Da Stare keine Reviere haben und besonders gerne in Scharen brüten, lohnt es sich, im Garten gleich mehrere Starenkästen aufzuhängen.

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Starenkasten: Kauf- & Bewertungskriterien

Suchen Sie den richtigen Starenkasten, dann gilt es einige Aspekte zu beachten. Um Ihnen die Auswahl möglichst leicht zu gestalten, haben wir die wichtigsten Kauf- und Bewertungskriterien einfach und übersichtlich für Sie zusammengestellt. Diese sind:

  • Material
  • Bauweise
  • Verarbeitung
  • Befestigung
  • Größe

 

Im Anschluss finden Sie eine entsprechende Erläuterung, worauf es bei den erwähnten Punkten genau ankommt.

Material

Wie alle Nistkästen sind natürlich auch Starenkästen in den verschiedensten Materialien erhältlich. Nicht alle davon sind allerdings artgerecht. Hier finden Sie daher, welche Ausführungen von Naturschutzorganisationen empfohlen werden.

Starenkasten aus Kunststoff

Wichtig ist in erster Linie, dass ein Nistkasten für Stare aus unbehandelten, atmungsaktiven Naturmaterialien besteht. Ein Starenkasten aus Kunststoff ist für die Tiere daher nicht geeignet. Das liegt vor allem daran, dass dieses Material nicht atmungsaktiv ist. Die im Innenraum angestaute Feuchtigkeit kann daher nicht entweichen und es kann Schimmel entstehen.

Starenkasten aus Holz

Ein Starenkasten aus Holz ist die am häufigsten erhältliche artgerechte Variante. Da es sich um ein natürliches und atmungsaktives Material handelt, ist es für die Vögel absolut sicher. Beim Kauf sollten Sie allerdings darauf achten, dass keine scharfen Kanten vorhanden sind. Auch auf Sperr- oder Pressholz sollten Sie verzichten, da diese Materialien nicht witterungsbeständig sind.

Stattdessen sollte ein Starenkasten aus Holz aus ungehobelten, ca. 20mm starken Massivholzbrettern bestehen. Die beste Langlebigkeit weisen dabei Bretter aus Eichen-, Lärchen- oder Robinienholz auf. Auch Fichten- und Kiefernholz kann allerdings zum Einsatz kommen.

Zur Gesundheit der Tiere sollte das Holz vollkommen unbehandelt sein. Wollen Sie es besser vor Feuchtigkeit schützen, dann können Sie den Nistkasten allerdings mit etwas Leinöl streichen.

Wer auf Nachhaltigkeit achtet, kann sich zudem für FSC-zertifiziertes Holz aus heimischer Waldwirtschaft entscheiden. Auch aus Holzresten hergestellte Starenkästen sind hier eine gute Option.

Ein Dach mit Teerpappe, Teichfolie oder einem Blech ist nicht notwendig. Der Nistkasten wird in der Natur ohnehin feucht. Die zusätzlichen Materialien verlängern dabei lediglich das Austrocknen.

Schrauben und Nägel sollten allerdings, wenn möglich, rostfrei sein.

Starenkasten aus Holzbeton

Auch ein Starenkasten aus Holzbeton ist artgerecht und bringt als hochwertige Option sogar ein paar zusätzliche Vorteile mit. Er besteht im Grunde aus einer Mischung aus Holzfasern und Beton, die ebenso atmungsfähig wie Holz ist.

Gleichzeitig ist sie außerdem für ihre hohe Isolationsfähigkeit bekannt. Durch sie werden die Stare im Winter besonders gut vor Kälte geschützt. Im Sommer bleibt der Nistkasten dagegen kühler, sodass eine Überhitzung der Jungvögel verhindert wird.

Das Material hält allerdings nicht nur der Witterung, sondern auch Nesträubern besser stand. Spechte und Co. haben nämlich keine Möglichkeit, das Einflugloch zu vergrößern. Auf diese Weise können die Überlebenschancen der jungen Stare wesentlich gesteigert werden.

Ein Starenkasten aus Holzbeton ist außerdem deutlich langlebiger. Hinzu kommt allerdings auch, dass Holzbeton etwas schwerer ist.

Bauweise

Da es sich beim Star um einen Höhlenbrüter handelt, erfordert der Vogel einen Nistkasten, der vollkommen geschlossen ist.

Innenraum

Der Innenraum sollte dabei nicht glatt, sondern leicht angeraut sein, damit die Tiere besseren Halt darin finden. Ideal ist außerdem, wenn der Nistkasten zur Reinigung des Innenraums geöffnet werden kann.

Einflugloch

Das Einflugloch sollte als einzige Öffnung dienen und einen Durchmesser von 45mm haben. Je nachdem, wie das Loch gestaltet ist, kann es dabei zusätzlichen Schutz vor Nesträubern bieten.

Die verfügbaren Einflugloch-Varianten sind:

  • Einfaches Einflugloch
  • Verlängertes Einflugloch
  • Einflugloch mit Vorsprung

 

Ein Starenkasten mit verlängertem Einflugloch sorgt für zusätzlichen Schutz vor Nesträubern wie Spechten, Katzen oder Mardern. Sie können mit dem Schnabel oder der Tatze nämlich nicht mehr an das unten gelegene Nest gelangen.

Derselbe Effekt kann auch mit einem Einflugloch mit Vorsprung erzielt werden. Auf ihm sitzen die Jungvögel im Inneren häufig, um auf die Elterntiere zu warten. Nähert sich ein Nesträuber, dann springen sie ganz einfach in den Brutraum hinunter, wo sie nicht mehr erreichbar sind.

Als weiterer Schutz kann das Einflugloch außerdem mit Metall verstärkt sein. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass unerwünschte Eindringlinge die Öffnung nicht vergrößern können. Ein entsprechendes Blech ist auch einzeln als „Katzen- und Marderschutz“ erhältlich. Achten Sie hierbei allerdings darauf, dass es sich um die 45mm Variante handelt.

Sitzstange

Manche Starenkästen sind an der Front mit einer 4cm langen Sitzstange versehen. Sie liegt direkt unter dem Einflugloch und wird von den Tieren gerne genutzt, um ihren Gesang vorzutragen. Darauf können es sich allerdings auch Nesträuber bequem machen. Ein Starenkasten mit Sitzstange ist daher eher nicht zu empfehlen.

Dach

Damit Regenwasser möglichst gut ablaufen kann, sollte das Dach des Starenkastens etwas angeschrägt sein.

Belüftung

Als zusätzliche Belüftung können kleine Belüftungslöcher dienen. Die meisten handelsüblichen Nistkästen sind hiermit nicht ausgestattet. Haben Sie Zeit und Muße, dann können Sie allerdings ganz einfach vier 5mm große Löcher in den Boden bohren. Sie ermöglichen eine bessere Luftzirkulation und stellen sicher, dass hineingelangtes Wasser besser ablaufen kann.

Verarbeitung

Die Verarbeitung eines guten Starenkastens sollte möglichst hochwertig sein. Das bedeutet, dass weder scharfe Ecken und Kanten noch Risse vorhanden sind.

Handelt es sich um einen Starenkasten aus Holz, dann sollte das Material daher gut abgeschliffen sein. Auch das Einflugloch sollte sauber gebohrt worden sein.

Sehen Sie doch einmal einen Splitter, dann sollten Sie ihn mit etwas Schleifpapier entfernen.

Befestigung

Starenkästen sind entweder zum Aufhängen oder zum Aufstellen erhältlich. Viele Modelle lassen sich allerdings auch sehr einfach für beide Optionen verwenden.

Starenkasten zum Aufhängen

Ein Starenkasten zum Aufhängen ist das mit Abstand häufigste Modell. Das liegt ganz einfach daran, dass Stare hoch hinaus wollen. Idealerweise sollte ein Starenkasten in einer Höhe von 4-6m oder mehr angeboten werden. Es ist daher sinnvoller, die Nisthilfe an einem Baum oder der Hauswand zu befestigen.

Starenkasten zum Aufstellen

Da sich Stare in luftiger Höhe am wohlsten fühlen, sind Starenkästen zum Aufstellen eher eine Seltenheit. Eine Höhe von 4m oder mehr ist mit einem Stab leider nicht realistisch. 2m – die absolute Mindesthöhe – ist mit einem Starenkasten mit Stab allerdings durchaus zu erreichen. In geringerer Höhe sollten Sie den Nistkasten allerdings nicht aufhängen. In diesem Fall könnte er nämlich zu leicht von Katzen & Co. erreicht werden.

Größe

Bei der Größe kommt es zum einen auf die Größe des Kastens und zum anderen auf die des Einfluglochs an.

Innenraum (15x15cm)

Stare haben eine Körperlänge von 19-22cm und sind damit nur etwas kleiner als eine Amsel. Sie erfordern daher einen entsprechend großen Innenraum. Um den Tieren genügend Platz zu bieten, sollte dieser die Innenmaße von 15cm x 15cm nicht unterschreiten.

Einflugloch (45mm)

Auch das Einflugloch sollte natürlich genügend Platz für den Star bieten, damit er bequem ins Innere gelangen kann. Gleichzeitig muss es aber auch klein genug sein, dass keine Nesträuber hindurchschlüpfen können. Der ideale Durchmesser liegt bei 45mm. Ideal ist außerdem, wenn das Einflugloch etwas verlängert ist. Ungebetene Gäste haben es so nämlich noch schwerer mit dem Schnabel oder der Tatze ins Innere zu gelangen.

Höhe (30cm)

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Höhe des Starenkastens. Je höher der Nistkasten, desto tiefer unter dem Einflugloch befindet sich nämlich der Boden mit dem Nest. Auf diese Weise sind die Jungtiere im Nest noch sicherer vor Nesträubern, deren Schnabel oder Tatze sie vom Einflugloch so noch schlechter erreichen kann. Die ideale Höhe für einen Starenkasten beträgt 30cm.

Starenkasten FAQ: Häufige Fragen und Antworten

An dieser Stelle haben wir häufig gestellte Fragen rund um das Thema Starenkasten für Sie zusammengetragen. Hierbei haben wir im Internet die brennendsten Fragen recherchiert, um Sie in Folgenden direkt für Sie zu beantworten.

Was ist ein Starenkasten?

Im Grunde handelt es sich bei einem Starenkasten um einen speziellen Nistkasten für Stare. Ein Nistkasten ist ein Kasten, der auf dem Balkon oder im Garten angebracht wird. Dort dient er Vögeln wie dem Star als alternativer Lebensraum. Ihn können die Tiere nutzen, um sich darin ihr Nest anzulegen, zu brüten und sicher ihre Jungen aufzuziehen.

Auch nach der Brutzeit steht er den Vögeln im Winter als warmes Quartier und zum Schutz vor der Witterung zur Verfügung.

Ein Starenkasten ist in erster Linie auf die Bedürfnisse des Stars ausgelegt. Aber auch andere Vögel wie der seltene Wendelhals oder kleinere Vögel wie der Kleiber können sich darin einnisten. Selbst weitere Gartentiere wie Eichhörnchen können darin unterkommen.

Welche Starenkasten-Arten gibt es und was sind die Vor- und Nachteile?

Wie bei jedem Nistkasten, gibt es auch Starenkästen in zahlreichen Ausführungen. Alle davon bringen ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Welche das genau sind, findest Du hier:

Starenkasten aus Holz

Ein Starenkasten aus Holz kommt am häufigsten zum Einsatz. Unbehandeltes Massivholz ist für die Tiere nämlich sehr gut geeignet. Entsprechend groß ist daher das Angebot und damit natürlich auch die Auswahl. Ein Starenkasten aus Holz ist daher schon zu einem recht geringen Preis erhältlich. Besonders Kinder können beim Bau und Gestalten außerdem viel Freude haben. Schließlich kann das Holz von außen problemlos bemalt werden.

Da das Einflugloch aus Holz besteht, kann es allerdings größer gepickt werden. Es sollte daher ein Spechtschutz aus Metall ergänzt werden. Auch die Temperatur im Inneren kann für die kleinen Stare in einem Starenkasten aus Holz stärker schwanken als bei einem Modell aus Holzbeton.

Gerade bei günstigen Modellen mangelt es zudem an der Qualität. Es können daher scharfe Kanten, Risse oder Splitter vorhanden sein, an denen sich die Tiere verletzten können. Diese sollten unbedingt abgeschliffen werden. Günstige Modelle bestehen außerdem häufig aus Span- oder Pressplatten, die nicht witterungsbeständig sind. Massivholz ist dagegen durchaus langlebig.

Vorteile
  • Artgerecht
  • Große Auswahl
  • Geringer Preis
  • Außen kreativ gestaltbar
  • Geringes Gewicht
Nachteile
  • Erfordert zusätzlichen Spechtschutz
  • Weniger langlebig als Holzbeton
  • Schlechter isoliert als Holzbeton
  • Stark schwankende Qualität

 

Starenkasten aus Holzbeton

Ein Starenkasten aus Holzbeton ist ebenso artgerecht. Er ist allerdings etwas langlebiger als Holz. Gleichzeitig sind die Vögel im Inneren hier etwas sicherer. Das liegt vor allem daran, dass er den Innenraum besser isoliert und die Stare so besser vor Überhitzung im Sommer und der Kälte im Winter schützt. Obendrein ist Holzbeton auch ohne Zusatzmaßnahmen sicher vor Spechten, da das Einflugloch nicht größer gepickt werden kann.

Der Nachteil eines Starenkasten aus Holzbeton ist allerdings, dass es hier ein deutlich geringeres Angebot gibt. Er schlägt zudem mit einem etwas höheren Preis zu Buche. Auch das Gewicht ist höher als bei einem klassischen Starenkasten aus Holz.

Vorteile
  • Artgerecht
  • Langlebiger als Holz
  • Besser isoliert als Holz
  • Sicher vor Spechten
Nachteile
  • Geringeres Angebot
  • Höherer Preis
  • Höheres Gewicht

Starenkasten mit Marderschutz (verlängertes Einflugloch)

Ein Starenkasten mit Marderschutz ist mit einem verlängerten Einflugloch ausgestattet. Dieses sorgt dafür, dass Nesträuber wie Marder, Katzen und Spechte die Jungvögel im Inneren nicht erreichen können. Bei manchen Modellen entsteht dadurch im Innenraum ein Vorsprung, auf dem die Jungvögel sitzen können, um auf ihre Eltern zu warten. Nähert sich stattdessen ein unerwünschter Eindringling, dann springen sie einfach ins untenliegende Nest hinunter.

Da es sich hierbei um ein zusätzliches Feature handelt, ist ein Starenkasten mit Marderschutz aus Holz und aus Holzbeton erhältlich. Der Preis kann somit entsprechend schwanken, liegt allerdings meist etwas höher als bei einem einfachen Starenkasten. Auch das Angebot ist hier etwas geringer.

Vorteile
  • Sicher vor Spechten, Mardern und Katzen
Nachteile
  • Geringeres Angebot
  • Etwas höherer Preis

 

Starenkasten zum Aufhängen

Meistens ist ein Starenkasten zum Aufhängen erhältlich. Es gibt daher ein entsprechend großes Angebot dieser Modelle. Sie sind sowohl für den Garten als auch für den Balkon geeignet. Die Höhe ist dabei für den Star frei bestimmbar. Es ist daher kein Problem, seine Wunschhöhe von 4m oder mehr einzuhalten.

Erforderlich ist allerdings eine Aufhängmöglichkeit wie ein Baum oder eine Hauswand in geeigneter Lage. Der Standort ist daher nicht vollkommen frei wählbar.

Vorteile
  • Großes Angebot
  • Für Balkon & Garten geeignet
  • Ideale Höhe für den Star (ab 4m)
Nachteile
  • Erfordert eine Aufhängmöglichkeit

 

Starenkasten zum Aufstellen

Ein Starenkasten zum Aufstellen erfordert keine Aufhängmöglichkeit. Sie können den Standort im Garten daher vollkommen frei bestimmen. Für den Balkon ist dieses Modell allerdings eher nicht geeignet, da der Stab sehr lang sein muss.

Angebote zum Kaufen sind leider äußerst selten erhältlich. Findet sich doch ein Produkt, dann fällt es meist nur in der Mindesthöhe für den Star von 2m aus. Letztendlich muss daher oft in Eigeninitiative ein Starenkasten zum Aufhängen mit einem Stab versehen werden.

Vorteile
  • Frei wählbarer Standort
Nachteile
  • Sehr geringes Angebot (meist Eigenbau)
  • Meist Mindesthöhe für den Star (2m)
  • Nicht für den Balkon geeignet

Warum ist ein Starenkasten sinnvoll?

Ein Starenkasten ist nicht nur eine einfache Möglichkeit, den Naturschutz zu unterstützen. Auch Sie selbst erhalten dadurch gleich mehrere Vorteile. Welche das sind, erfahren Sie hier:

Artenschutz

Stare zählen zu den Höhlenbrütern und nisten somit in geschlossenen Bruthöhlen. Natürliche Höhlen in alten Bäumen sind für die Vögel laut dem NABU allerdings immer schwerer zu finden. Auch unter Dachziegeln und Verschalungen finden sie durch die modernen, gut isolierten Häuser mittlerweile keinen Unterschlupf mehr. Hinzu kommt, dass auch Natur- und Nutzgärten immer seltener werden.

Findet sich da doch einmal ein Garten mit einem Starenkasten, ist das für die Tiere wie ein echter Lottogewinn. Wird ihnen obendrein noch ein Vogelfutterhaus und eine Tränke angeboten, dann handelt es sich um den idealen Ort, um ihre Jungen sicher aufzuziehen.

Auch im Winter erhalten Sie mit einem Nistkasten einen warmen Unterschlupf, der sie vor der Kälte bewahrt.

Natürlicher Insektenvernichter

Haben Sie den Star einmal erfolgreich in Ihrem Garten angesiedelt, dann wird er es Ihnen sicher danken. Schon seit Jahrzehnten ist der Vogel bei Gärtnern nämlich als natürlicher Insektenvernichter beliebt. Oft werden daher gleich Dutzende Starenkästen nebeneinander aufgehangen. Auf diese Weise erhalten Sie nämlich einen fleißigen Trupp, der durch den Garten wandert, um Würmer, Insekten und ihre Larven aufzuspüren.

Wunderschöner Vogelgesang

Das ist allerdings noch nicht alles. Der Star gilt nämlich außerdem als besonders geschickter Gesangskünstler. Er ahmt nämlich liebend gerne die Gesänge anderer Vogelarten nach, integriert sie in seine Lieder und denkt sich neue Strophen dazu aus.

Beobachtung aus nächster Nähe

Ein Starenkasten bietet Ihnen außerdem einzigartige Einblicke in das Privatleben der Vögel. Schließlich sind Starennester in der Natur eher selten zu finden. Gerade deswegen macht es besonders viel Spaß, die Tiere beim Nestbau und der anschließenden Aufzucht der Jungvögel zu beobachten.

Naturerziehung für Kinder

Besonders für Kinder können diese seltenen Einblick sehr spannend sein. Sie haben außerdem die Möglichkeit, beim Bau des Nistkastens mitzuhelfen. Können Sie zusätzlich noch das Äußere mit den richtigen Farben bunt gestalten, dann schlägt ihr Herz meist umso höher.

Kleiner Tipp: Lassen Sie Ihre Kinder auch das Menü der Vögel mitgestalten, indem Sie sie das Vogelfutterhaus und die Vogeltränke befüllen lassen. Auf diese Weise übernehmen sie selbst Verantwortung für die Tiere, was noch lehrreicher sein kann.

Wie nutzen Stare einen Starenkasten?

Bereits im März beginnt das Starenmännchen nach einem geeigneten Nistplatz Ausschau zu halten. Da Stare keine Reviere haben, suchen sie dabei oft dort, wo sich bereits andere Starenpaare niedergelassen haben.

Einmal gefunden, füllt das Männchen den auserkorenen Starenkasten mit Nistmaterial wie Blättern, Halmen und Wurzeln.  Anschließend setzt es sich davor, stellt die Federn auf, spreizt die Flügel und lässt seinen Gesang verlauten.

Akzeptiert das Weibchen den Brutplatz, dann beginnt es, ihn mit Pflanzenmaterial zu dekorieren. Dabei werden auch Kräuter eingewoben, die die Jungen vor Bakterien und Milben schützen sollen.

Ab Anfang April beginnt das Weibchen zu brüten. Dabei legt es 4-6 weiße bis hellblau-grüne Eier im Starenkasten ab. Das Männchen bleibt während dieser Zeit dicht in seiner Nähe.

Die jungen Stare schlüpfen schon 12-13 Tage später. Sie sind wie alle Singvögel Nesthocker. Sie werden somit drei Wochen im Starenkasten von ihren Eltern gefüttert. Danach werden sie flügge und beginnen, das Nest zu verlassen. Außerhalb der Nisthilfe werden sie noch bis zu 4 weitere Tage von ihren Eltern versorgt. Danach beginnen die Jungvögel, sich ihr eigenes Futter zu suchen.

Im Juni oder Juli kann es auch noch zu einer zweiten Jahresbrut kommen. Dazu finden sich häufig neue Starenpaare zusammen.

Sind die letzten Jungvögel ausgeflogen, schließen sich die Tiere in größeren Starentrupps zusammen.

Auch im Herbst kann der Starenkasten dann noch als warmes Winterquartier und zum Schutz vor der Witterung herhalten.

Wo sollten Sie Ihren Starenkasten aufhängen?

Ein Nistkasten für Stare sollte so ausgerichtet sein, dass das Einflugloch nicht dem Wetter (Westen) ausgesetzt ist. Auch die Sonne (Süden) sollte nicht direkt hineinscheinen können. Ideal ist daher eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten.

Bedacht werden sollte außerdem, dass Stare sich besonders in luftiger Höhe wohlfühlen. Die ideale Höhe eines Starenkastens liegt daher mindestens bei 2 und bis zu 10m (z.B. am Hausgiebel). Die meisten Nistkästen für Stare werden allerdings in einer Höhe von 4m angebracht.

Egal für welche Höhe Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass der Nistplatz nicht für Nesträuber wie Katzen oder Marder erreichbar ist.

Auch die Einflugschneise für die Stare sollte möglichst freigehalten werden. Es sollten also keine störenden Äste oder ähnliches im Weg sein.

Ist einmal der richtige Standort ausgewählt, dann muss der Nistkasten nur noch stabil fixiert werden. Eine leichte Neigung ist dabei zum Schutz vor Regen besonders vorteilhaft. Auch dem Wind sollte der Nistplatz allerdings standhalten können. Es sollte daher weder darin schwingen noch wackeln können.

Bei der Befestigung am Baum sollten Sie rostfreie Nägel (z.B. aus Aluminium) verwenden. Zusätzlich kann der Kasten mit einem ummantelten Draht fixiert werden. Beide Maßnahmen stellen sicher, dass auch der Baum geschützt ist.

Zur Befestigung an der Hauswand sind dagegen Metallwinkel zu empfehlen.

In unmittelbarer Nähe des Nistkastens sollte sich zur Ernährung der Jungvögel eine Futter- und Wasserquelle befinden. Ideal ist daher, neben dem Starenkasten auch ein Vogelfutterhaus und eine Vogeltränke aufzustellen.

Da Stare Gesellschaft mögen, lohnt sich außerdem das Angebot mehrerer Starenkästen. Da die Tiere besonders gerne in größeren Kolonien nisten, können Sie diese direkt nebeneinander aufhängen.

Planen Sie noch weitere Nistkästen für andere Vogelarten aufzuhängen, dann sollte zu diesen allerdings ein Abstand von 5-10m bestehen.

Standort-Checkliste

  • Ausrichtung: Osten oder Südosten
  • Höhe: Mind. 2m, besser 4-10m
  • Befestigung: Fest fixiert
  • Einflugschneise: Frei
  • Umgebung:  Vogelfutterhaus & Tränke, weitere Starenkästen
  • Entfernung zu anderen Nistkästen: 5-10m

Wann sollte man einen Starenkasten anbieten?

Ein neuer Starenkasten sollte, wenn möglich, bereits im Herbst aufgehangen werden. So können sich die Stare frühzeitig mit ihm vertraut machen. Sie erhalten außerdem ein warmes Winterquartier.

Der späteste Zeitpunkt ist allerdings im März. Hier beginnt das Männchen mit der Suche nach einem geeigneten Brutplatz und hat noch genügend Zeit, den Nistkasten zu entdecken.

Die Brutzeit beginnt anschließend im April. Ab diesem Zeitpunkt haben die meisten Starenpaare bereits ihre Nisthöhle ausgewählt. Wird der Starenkasten erst hier befestigt, dann sinken die Chancen, dass er besiedelt wird, daher entsprechend.

Mit etwas Glück können Sie allerdings auch im Juni noch Untermieter finden. Zu dieser Zeit kann es manchmal nämlich noch zu einer zweiten Jahresbrut kommen.

Wie muss ein Starenkasten gepflegt werden?

Ein Starenkasten sollte einmal im Jahr gereinigt werden. Ihn bereits während der Brutsaison zu kontrollieren, sollten Sie allerdings vermeiden.

Der beste Zeitpunkt zur Reinigung ist im Spätsommer (September/Oktober). Hier ist selbst die zweite Brut bereits ausgeflogen. Auch für den Winter sollte der Starenkasten zu dieser Zeit noch nicht belegt sein.

Verpassen Sie diesen Termin, dann ist Ihre nächste Chance Ende Februar, wenn die überwinternden Tiere ausgeflogen sind.

Klopfen Sie vor der Reinigung aber trotzdem vorsichtig an die Nisthilfe. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass sich tatsächlich keine Tiere darin befinden.

Ist das der Fall, dann können Sie sich zum Schutz vor Parasiten Handschuhe anziehen und den Kasten vorsichtig öffnen. Entfernen Sie anschließend das sich darin befindende Nest, um Platz für ein neues zu schaffen. Danach können Sie bei Bedarf auch noch den Boden abbürsten.

Ist der Starenkasten besonders stark verschmutzt, dann können Sie ihn auch mit einer Mischung aus Wasser und Seifenlauge abspülen. Stärkere Reinigungsmittel sollten Sie allerdings vermeiden.

Ein Starenkasten aus Holz kann zum Schutz vor Nässe außerdem einmal pro Jahr mit Leinöl gestrichen werden.

Welche weiteren Gartentiere können einen Starenkasten nutzen?

Ein Starenkasten kann natürlich nicht nur von Staren besiedelt werden. Mit etwas Glück kann auch der bedrohte Wendehals darin sein Quartier aufschlagen. Dazu sollte allerdings die Umgebung stimmen. Der Wendehals bevorzugt nämlich eine sonnige Lage mit altem Baumbestand oder in der Nähe befindliche Streuobstwiesen.

Auch der häufiger vorkommende und deutlich kleinere Kleiber kann es sich in einem Starenkasten bequem machen. Ebenso können weitere kleine Vogelarten wie Meisen den Kasten für sich beanspruchen.

Und das ist noch nicht alles! Dank der Größe eines Staren-Nistkastens können auch noch weitere Gartentiere darin Unterschlupf finden. Ein häufiges Beispiel ist das Eichhörnchen. Das Wohnquartier ist einer natürlichen Eichhörnchen-Kobel nämlich erstaunlich ähnlich. Dass es einen Starenkasten auswählt, um darin seine Jungtiere zur Welt zu bringen, kommt daher gar nicht mal so selten vor.

Es lohnt sich daher durchaus, direkt mehrere Starenkästen anzubieten.

Was kostet ein Starenkasten?

Der Preis eines Starenkastens richtet sich ganz nach den verwendeten Materialien, der Verarbeitung und den zusätzlichen Features.

Günstige Modelle sind meist eher schlecht verarbeitet. Sie können daher scharfe Kanten und Splitter aufweisen, die nach dem Kauf abgeschliffen werden müssen. Sie bestehen außerdem in der Regel aus minderwertigen Materialien wie Sperrholz, das nicht witterungsbeständig ist. Auch günstigeres Holz wie Fichtenholz, das weniger langlebig ist, kann zum Einsatz kommen.

Langlebigeres Massivholz wie Eichenholz kann schon mit etwas mehr zu Buche schlagen. Auch Holzbeton, der als langlebiger und sicherer gilt und eine bessere Isolierfähigkeit hat, ist meist entsprechend teurer.

Auch zusätzliche Features können den Preis beeinflussen. Hat der Starenkasten beispielsweise ein mit Metall verstärktes Einflugloch, das verhindert, dass es durch Spechte vergrößert werden kann? Oder gibt es vielleicht sogar ein verlängertes Einstiegsloch, das Nesträuber noch besser abhalten kann?

Manche Nistkästen können auch im Set mit einer Nistkastenkamera erhältlich sein. Bei Starenkästen ist das allerdings selten der Fall. Trotzdem können Sie sich natürlich entscheiden, zusätzlich selbst eine Nistkastenkamera zu kaufen. Auch diese sorgt dann natürlich für einen entsprechend höheren Preis.

Starenkasten aus Holz                                15 – 50€

Starenkasten aus Holzbeton                      35 – 80€

Starenkasten & Nistkastenkamera             60 – 200€+

Wo können Sie einen Starenkasten kaufen?

Nistkästen sind in den meisten Bau- und Gartenmärkten erhältlich. Auch im lokalen Supermarkt können einige Modelle zu finden sein. Meist handelt es sich hier allerdings um Ausführungen wie Meisenkästen, die für den Star zu klein sind. Hinzu kommt, dass die dort erhältlichen Nistkästen meist recht günstig und oft schlecht verarbeitet sind. Obendrein sind sie nicht unbedingt artgerecht. Hier die Maße zu nehmen und nachzuprüfen, ist meist eher umständlich. Auch Rezensionen sind lokal nicht verfügbar.

Viele Vogelfreunde weichen daher auf das Internet aus. Schließlich lassen sich dort meist mehr Informationen zum Produkt finden. Eine gute Möglichkeit sind hier Naturschutzorganisationen mit eigenem Shop. Auch dort finden sich meist allerdings keine oder nur wenige Kundenrezensionen. Zusätzlich ist zum Kauf meist eine Anmeldung auf der Webseite erforderlich.

Wer das nicht will, kann auch auf Amazon gute Modelle finden. Schließlich gibt es dort ein entsprechend großes Angebot. Unter jedem Produkt ist meist auch eine Vielzahl an Kundenrezensionen einsehbar. Auch hier gibt es allerdings gute und schlechte Produkte. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich daher aufmerksam die Erfahrungsberichte lesen.

Unser Fazit

Ein Starenkasten ist eine gute Ergänzung für den Garten oder Balkon für jeden Vogelfreund. Schließlich handelt sich um ein ideales Brut- und Winterquartier für den Star, der mit großer Wohnungsnot zu kämpfen hat. Gleichzeitig locken Sie ihn damit an, um Ihnen bei der Schädlingsbekämpfung unter die Arme zu greifen und Ihnen das ein oder andere Ständchen vorzutragen. Auch Kinder können beim Beobachten der Tiere spannende Einblicke in die Natur erhalten. Werden Sie außerdem in den Aufbau und die Gestaltung des Nistkastens involviert, dann sind sie sicher umso begeisterter.

Die Frage ist daher nicht, ob sich ein Starenkasten lohnt, sondern für welchen Sie sich entscheiden sollten. Haben Sie ein geringes Budget und suchen trotzdem nach einer artgerechten Variante, dann ist ein Starenkasten aus Holz empfehlenswert. Er erfüllt für den Star sämtliche Anforderungen und kann von außen kreativ gestaltet werden.
Steht Ihnen ein höheres Budget zur Verfügung, dann lohnt sich auch ein Starenkasten aus Holzbeton. Dieser reguliert die Temperatur im Inneren für die Vögel noch etwas besser. Er ist außerdem noch langlebiger.

Wer die Vögel besonders gut schützen will, kann sich auch für einen Starenkasten mit Marderschutz entscheiden. Dieser hat ein verlängertes Einflugloch und bietet den Jungvögeln so noch mehr Sicherheit vor potenziellen Nesträubern.

Wir hoffen, unser Starenkasten-Test konnte Ihnen bei der Auswahl behilflich sein. In jedem Fall wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Aufbauen, Anbringen und Stare beobachten.