Spatzen-Nistkasten

Spatzen-Nistkasten: Test & Empfehlungen (11/2022)

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Der Spatz ist ein Höhlen- und Nischenbrüter. Er legt seinen Nistplatz daher am liebsten in Mauernischen und -Spalten oder unter Dächern an. Da diese durch Sanierungen immer seltener werden, empfehlen Naturschutzorganisationen das Angebot von einem Spatzen-Nistkasten.

Er wird oft auch als Spatzenkasten, Spatzenvilla, Spatzenhotel oder Spatzenhaus bezeichnet. Wie bei allen Nistkästen gibt es auch hier allerdings zahlreiche Ausführungen. Die Auswahl fällt dabei oft nicht gerade leicht.

In unserem Spatzen-Nistkasten Test haben wir die besten Modelle für Sie unter die Lupe genommen und die Vor- und Nachteile ermittelt. Unsere Favoriten finden Sie in diesem Artikel.

Wir haben Ihnen außerdem die wichtigsten Kaufkriterien und die häufigsten Fragen zum Nistkasten für Spatzen zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Spatzen leiden durch die immer selteneren Mauerspalten an Häusern an Nistplatzmangel. Naturschutzorganisationen empfehlen daher einen Spatzen-Nistkasten. Er dient im Frühjahr als Brutplatz und im Winter als warme Unterkunft.
  • Viele Spatzen-Nistkästen sind von minderer Qualität und nicht artgerecht. Ein guter Spatzenkasten sollte – abgesehen vom Einflugloch – vollständig geschlossen sein. Er sollte außerdem aus unbehandeltem Massivholz oder Holzbeton bestehen und keine scharfen Kanten oder Risse aufweisen. Das Einflugloch benötigt einen Durchmesser von 32-40mm und kann zum Schutz vor Nesträubern verlängert sein und mit einem Spechtschutz verstärkt werden.
  • Da Spatzen besonders gerne in Gesellschaft brüten, handelt es sich bei den meisten Angeboten um Kolonienistkästen, in denen gleich mehrere Bruthöhlen enthalten sind. Sie werden daher auch als Spatzenhaus oder Spatzenvilla bezeichnet. Eine Alternative ist das Aufhängen mehrerer herkömmlicher Nistkästen.

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Spatzen-Nistkasten Test: Unsere Favoriten

Unser Spatzen-Nistkasten Test soll Sie dabei unterstützen, den besten Nistkasten für Spatzen für Ihren Garten oder Balkon zu finden. Im Rahmen des Tests haben wir uns die verschiedensten Modelle angesehen.

Wir haben uns außerdem mit Spatzenkästen zum selber bauen und kreativ bemalen sowie mit zusätzlichen Infobroschüren befasst. Dabei durften natürlich auch Nisthilfen mit zusätzlichen Funktionen wie einer Nistkastenkamera nicht fehlen.  

Die verschiedenen Vor- und Nachteile unserer Favoriten finden Sie im Anschluss.

Platz 2: Spatzen-Nistkasten aus Holzbeton

Spatzen-Nistkasten: Kauf- & Bewertungskriterien

Wie bei allen Produkten im Bereich Tierbedarf, haben wir auch bei unserem Spatzen-Nistkasten Test festgestellt, dass nicht alle Angebote auch tatsächlich artgerecht sind. Auch hier heißt es daher wie immer ganz klar: Augen auf beim Kauf!

Bevor Sie sich für das passende Spatzenhaus entscheiden, sollten Sie sich daher zunächst entsprechend informieren.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Kauf- und Bewertungskriterien für ein artgerechten Sperling-Nistkasten für Sie zusammengestellt.

Hier alle Kriterien im Überblick:

  • Größe
  • Material
  • Verarbeitung
  • Bauweise
  • Räuberschutz

Im Folgenden verraten wir Ihnen, worauf es bei diesen Punkten genau ankommt.

Größe

Da Spatzen besonders gerne in einem hellen Spatzenkasten nisten, wird ein Einflugloch von bis zu 40mm angenommen. Sicherer ist allerdings ein Spatzenkasten mit einem Einflugloch von 32-34mm. Auf diese Weise passen nämlich tatsächlich nur Spatzen hindurch.

Als zusätzlicher Schutz vor Eindringlingen sollte sich der Boden des Sperling-Nistkasten mindestens 14cm unter dem Einflugloch befinden.

Herkömmlicher Nistkasten für Spatzen

Da Spatzen gerne in größeren Gruppen siedeln, wird ein herkömmlicher Nistkasten nicht immer angenommen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Vögel darin nur eine Bruthöhle vorfinden, der restliche Trupp aber nicht unterkommen kann. Entscheiden Sie sich für einen herkömmlichen Nistkasten für Spatzen, dann sollten Sie daher gleich mehrere aufhängen. Achten Sie dabei auf einen Abstand von mind. 50cm.

Kolonienistkasten für Spatzen

Ein Kolonienistkasten ist im Grunde ein Mehrfamilienhaus für Spatzen. In ihm befinden sich gleich mehrere Bruthöhlen, in denen mehrere Vogelpaare Platz für ihren Nachwuchs finden. Da Spatzen besonders gesellig sind, fühlen sie sich so am wohlsten.

Ein Nistkasten für Spatzen dieser Art wird auch als Spatzenhaus oder Spatzenvilla bezeichnet.

Material

Im Grunde kann ein Sperling-Nistkasten aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Welches letztendlich verwendet wird, ist entscheidend für:

  • Artgerechtigkeit
  • Witterungsbeständigkeit
  • Gestaltungsfreiheit

Die besten Materialien haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Spatzen-Nistkasten aus Holz

Ein Spatzen-Nistkasten aus Holz ist die wohl artgerechteste Nisthilfe für Spatzen. Schließlich kommen sie in der Natur ständig mit Holz in Berührung. Man findet daher eine große Auswahl an Produkten, die oft schon recht günstig zu haben sind.

Es sollte sich allerdings nicht um Press- oder Sperrholz handeln, da diese nicht witterungsbeständig sind. Am besten sind stattdessen Lärchen-, Robinien- oder Eichenholz geeignet. Auch Kiefern- oder Fichtenholz sind verwendbar.

Achten Sie zudem darauf, dass das Holz für die kleinen Sperlinge vollkommen unbehandelt ist. Für eine verbesserte Langlebigkeit kann es allerdings mit Leinöl gestrichen werden.

Auch scharfe Ecken und Kanten sollten nicht vorhanden sein oder abgeschliffen werden.

Wollen Sie die Nestlinge zusätzliche schützen, dann können Sie außerdem einen Spechtschutz am Einflugloch anbringen. Dieser verhindert, dass Spechte das Loch größer picken und ins Innere gelangen können.   

Die Umwelt dankt es Ihnen zudem, wenn Sie sich für FSC-zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft oder für ein Produkt aus Holzresten entscheiden.

Artgerechtigkeit

Witterungsbeständigkeit

Gestaltungsmöglichkeiten

 

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Spatzen-Nistkasten aus Holzbeton

Ein Spatzen-Nistkasten aus Holzbeton ist ebenfalls artgerecht und gilt als besonders hochwertig. Das liegt ganz einfach daran, dass das Material besonders langlebig ist und für den Spatz zusätzliche Vorteile bietet.

Holzbeton besteht nämlich größtenteils aus Holzspänen, die mit Zement und Wasser vermischt werden. Das Material ist daher entsprechend fester und stabiler als Holz.

Vor einem Specht sind die Nestlinge im Inneren daher besonders sicher. Er kann das harte Material um das Einflugloch nämlich nicht größer picken und ins Innere gelangen.

Die dicken Wände schützen die Jungvögel zudem besonders gut vor Hitze und Kälte. Gleichzeitig bleibt das Material atmungsaktiv, sodass sich kein Wasser anstauen kann.

Holzbeton kommt dafür allerdings auch mit einem höheren Gewicht und Preis daher. Kreative Vogelfreunde haben außerdem weniger Gestaltungsmöglichkeiten.

Artgerechtigkeit

Witterungsbeständigkeit

Gestaltungsmöglichkeiten

 

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Spatzen-Nistkasten aus Terrakotta

Einen Spatzen-Nistkasten aus Terrakotta haben wir im Handel bisher noch nicht entdeckt. Trotzdem wird Terrakotta spezifisch von der deutschen Wildtierstiftung als naturbelassenes Material erwähnt, das für einen Spatzenkasten durchaus geeignet ist.

Artgerechtigkeit

Witterungsbeständigkeit

Gestaltungsmöglichkeiten

 

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Spatzen-Nistkasten aus Kunststoff

Ein Spatzen-Nistkasten aus Kunststoff ist nicht für Sperlinge dagegen nicht geeignet. Das liegt ganz einfach daran, dass das Material ist nicht naturbelassen und daher nicht atmungsaktiv genug ist. Im Brutinnenraum kann es daher schnell zu angestauter Nässe und zur Entstehung von Schimmel kommen. Kunststoff bietet zudem keine gute Isolierung, sodass sich der Innenraum zu stark abkühlen und aufheizen kann.

Die deutsche Wildtierstiftung rät von diesem Material daher ab.

Artgerechtigkeit

Witterungsbeständigkeit

Gestaltungsmöglichkeiten

 

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Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität einer Spatzenvilla kann je nach Preis stark schwanken. Im Allgemeinen gilt jedoch meist die Faustregel: Ein günstiges Spatzenhaus ist meist schlechter, ein höherpreisiges meist sorgfältiger verarbeitet.

Gerade bei Ecken & Kanten ist dabei oft Vorsicht geboten. Sind diese zu spitz oder splittern, ist das für die empfindlichen Sperlinge nämlich ein absolute No-Go. Kontrollieren Sie einen Sperling-Nistkasten daher stets auf Risse, Splitter und Co. Werden Sie fündig, dann lässt sich bei einem Spatzenhaus aus Holz problemlos mit Schleifpapier nachbessern.

Gerade der Innenraum sollte allerdings auch nicht zu glatt, sondern eher etwas rau sein. Das liegt ganz einfach daran, dass die kleinen Vogelbeine so besser Halt finden können. Besonders unter dem Einflugloch ist das entsprechend wichtig. Ist ein Spatzenkasten aus Holz hier zu glatt, dann können Sie mit einem Schraubenzieher ein paar Kerben hineinschlagen.

Bauweise

Auch die Bauweise kann bei einem Spatzenhaus viel ausmachen.

Achten Sie hier darauf, dass vor dem Einflugloch keine Sitzstange vorhanden ist. Diese kann nämlich nicht nur dem Spatz, sondern auch Eindringlingen dienen.

Wichtig ist außerdem, dass die Spatzenvilla zur Reinigung einfach geöffnet werden kann.

Eine Dachpappe oder ein Stahlblech ist als Regenschutz dagegen optional. Ohne sie kann der Spatzenkasten nämlich auch entsprechend einfacher trocknen.

Ein angeschrägtes Dach hilft dem Regen aber durchaus leichter abzulaufen.

Praktisch ist zudem, wenn sich im Boden ein paar Löcher als zusätzliche Belüftung befinden. Das ist bei einem Spatzenkasten im Handel eher unüblich. Bei einer Spatzenvilla aus Holz kann hier aber mit ein paar Bohrungen leicht nachgeholfen werden. 

Räuberschutz

Auch das Thema Räuberschutz sollte bei einem Sperling-Nistkasten bedacht werden. Schließlich sollten die Nestlinge im Innenraum möglichst gut geschützt sein. Um das sicherzustellen, gibt es gleich mehrere Optionen.

Ein Spechtschutz ist eine Metallplatte, die vor dem Einflugloch befestigt werden kann. Sie stellt anschließend sicher, dass das Loch durch einen Specht nicht vergrößert werden kann. Dieser Räuberschutz ist für eine Nisthilfe aus Holz vorgesehen.

Ein verlängertes Einflugloch schützt zudem vor den neugierigen Pfötchen von Katzen. Diese können so nämlich nicht mehr den Boden erreichen. Ideal ist, wenn dies bereits im Design des Spatzenkastens berücksichtigt wurde. Bei einem Spatzenhaus aus Holz kann hier aber auch nachgebessert werden.

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FAQ: Fragen & Antworten zum Spatzen-Nistkasten

Noch Fragen? Kein Problem! An dieser Stelle haben wir nämlich die brennendsten Fragen zum Spatzen-Nistkasten aus dem Internet für Sie zusammengetragen und beantwortet.

Im Folgenden finden Sie daher alle wichtigen Infos dazu, wie Sie den Spatz im heimischen Garten oder auf dem Balkon unterstützen können.

Was ist ein Spatzen-Nistkasten?

Grundsätzlich ist ein Spatzen-Nistkasten – wie der Name schon sagt – ganz einfach ein Nistkasten für Spatzen. Er kann entweder im Garten oder auf dem Balkon angebracht werden. Dort kann er von den Vögeln als alternativer Lebensraum in Anspruch genommen werden. Sie können ein Nest darin anlegen, um ihre Jungtiere aufzuziehen. Im Winter dient Ihnen der Unterschlupf außerdem als warmes Schlafquartier.

In erster Linie ist ein Spatzen-Nistkasten dabei auf die Bedürfnisse des Spatz ausgelegt. Da die Tiere ihr Leben in der Gruppe verbringen, befinden sich darin nämlich normalerweise gleich mehrere Bruthöhlen.

Spatzenkästen können aber auch von anderen Wildvögeln wie dem Kleiber genutzt werden. Auch kleine Säugetiere und andere Gartentiere wie Schmetterlinge können darin unterkommen.

Ein Nistkasten für Spatzen wird oft auch als Spatzenkasten, Spatzenhaus oder Spatzenvilla bezeichnet. Auch die Bezeichnung Sperling-Nistkasten wird verwendet.

Wieso ist ein Nistkasten für Spatzen sinnvoll?

Ein Spatzen-Nistkasten bietet Ihnen und den kleinen Vögeln viele Vorteile. Einige davon sind die folgenden:

Tierschutz

Momentan kennt das Spatzen-Tschilpen noch fast jeder. Es wird aber leider immer seltener. Die deutsche Wildtierstiftung führt den starken Rückgang des Bestandes vor allem auf den Mangel an Nistplätzen und Insekten als Nahrung für die Nestlinge zurück. Bedenkt man nun noch, dass weniger als 50% der Jungvögel das erste Jahr überstehen, ist klar, wieso der Spatz unsere Hilfe braucht.

Genau hier setzt ein Spatzenhaus an. Ist der Garten naturnah, dann finden der kleine Vogel so einen Nistplatz und im Idealfall bereits Nahrung und Wasser vor. Wenn nicht, können Sie zusätzlich noch mit einem Vogelfutterhaus und einer Vogeltränke helfen.

Vogelbeobachtung

Ein Spatzenhaus ist außerdem für Jung und Alt spannend anzusehen. Wann findet man sonst schließlich schon ein natürliches Spatzennest und bekommt die Chance, die Tiere im Alltag zu beobachten?

Mit einer Spatzenvilla erhalten Sie einen Einblick in die gesamte Entwicklung der Vögel. So können Sie die Elterntiere beim Nestbau, sammeln der Nahrung und Gesang im Garten beobachten. Mit etwas Glück können Sie außerdem die ersten Flugversuche der Jungtiere mitansehen.

Besorgen Sie sich obendrein noch weitere Beobachtungshilfen wie eine Nistkastenkamera oder eine Wildtierkamera, ein Fernglas o.ä. dann verpassen Sie davon sogar noch weniger.

Naturerziehung für Kinder

Besonders für Kinder kann eine solche Beobachtung der kleinen Spatzen sehr interessant sein.

Gleichzeitig gilt hier: Wer die putzigen Sperlinge kennen und schätzen gelernt hat, wird sie später wahrscheinlich auch selbst schützen.

Welche Nistkästen für Spatzen gibt es?

Ein Spatzenkasten lässt sich vor allem nach der Anzahl der Bruthöhlen und dem verwendeten Material unterscheiden.

Kolonienistkasten für Spatzen

Ein Kolonienistkasten für Spatzen wird auch als Spatzenhaus oder Spatzenvilla bezeichnet. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Reihenhaus für die Tiere mit mehreren Bruthöhlen. Er ermöglicht ihnen daher wie bevorzugt in Gesellschaft zu nisten.

Vorteile
  • Bei Spatzen besonders beliebt
  • Nur 1 Nistkasten ist notwendig

 

Nachteile
  • Erfordert mehr Platz

Herkömmlicher Nistkasten für Spatzen

Ein herkömmlicher Nistkasten für Spatzen enthält dagegen nur eine Bruthöhle. Damit der Spatzenkasten gut angenommen wird, sollten daher gleich mehrere dieser Nistkästen für Spatzen mit etwas Abstand im Garten verteilt werden.

Vorteile
  • Erfordert wenig Platz
Nachteile
  • Wird nicht immer angenommen
  • Mehrere Nistkästen sind notwendig

Spatzen-Nistkasten aus Holz

Ein Spatzen-Nistkasten aus Holz ist die wohl artgerechteste und häufigste Variante auf dem Markt. Mit dem Material sind die Tiere nämlich bereits vertraut. Eine Spatzenvilla aus Holz sind außerdem wunderbar kreativ gestaltbar und kann auch einfach selbst gebaut werden.

Vorteile
  • Besonders artgerecht
  • Kreativ gestaltbar
  • Kann selbst gebaut werden
  • Geringes Gewicht

 

Nachteile
  • Weniger langlebig als Holzbeton

Spatzen-Nistkasten aus Holzbeton

Ein Spatzen-Nistkasten aus Holzbeton ist ebenfalls eine artgerechte Wahl. Er ist besonders langlebig und gerade daher sehr beliebt. Auch für die kleinen Sperlinge bietet dieses Material besonders viele Vorteile wie ein besserer Schutz vor Hitze und Kälte sowie vor unerwünschten Eindringlingen wie dem Specht.

Vorteile
  • Besonders gute Isolation für die Tiere
  • Sicherer vor Eindringlingen
  • Sehr langlebig

 

Nachteile
  • Höheres Gewicht
  • Höherer Preis

 

Nutzen noch andere Gartentiere einen Spatzen-Nistkasten?

Ein Spatzenhaus wurde für die Anforderungen des Spatzes entwickelt. Das heißt aber nicht, dass er nicht auch noch anderen Wildvögeln als Quartier dienen kann.

Weitere Vögel, die den Kasten beziehen können, sind:

  • Kleiber
  • Gartenrotschwanz
  • Trauerschnäpper
  • Meisen

Auch kleine Säugetiere wie der Siebenschläfer oder Insekten wie Schmetterlinge können es sich darin gemütlich machen.

Wann sollte man einen Nistkasten für Sperlinge anbringen?

Grundsätzlich gilt, dass man eine Spatzenvilla jederzeit anbringen kann. Gut ist allerdings, wenn sie schon im Herbst bereitsteht. Auf diese Weise kann sie den kleinen Sperlingen, weiteren Vögeln, Kleinsäugern und Insekten bereits als warmes Winterquartier dienen.

Die kleinen Spatzen haben so außerdem mehr Zeit sie zu entdecken. Ist das allerdings nicht möglich, dann sollte das Spatzenhaus idealerweise noch vor Brutbeginn im März aufgehangen werden.

Selbst danach ist aber noch nicht alles verloren. Da Spatzen zwischen März und August mehrmals brüten, können sich auch danach noch Untermieter finden.  

Das gilt besonders, da Jungvögel aus dem Vorjahr auch in den Folgemonaten noch geschlechtsreif werden und sich nach einem Sperlingskasten für die erste Brut umsehen.

Ist ein Sperling-Nistkasten auch im Winter hilfreich?

Die Antwort hierauf ist ein klares Ja. Ein Sperling-Nistkasten kann nämlich auch im Winter als warmer Unterschlupf dienen. Und das gilt nicht nur für Sperlinge, sondern auch für andere Gartentiere.

Die kleinen Vögel haben so außerdem mehr Zeit, das neue Quartier vor der Brutsaison überhaupt erst einmal zu entdecken.

Hängen Sie Ihre Spatzenvilla daher ruhig schon im Winter auf.

Wie nutzen Spatzen den Nistkasten?

Der Spatz brütet zwischen März und August in größeren Gruppen bzw. Trupps. In dieser Zeit kommt es meist zu zwei bis drei Bruten.

Dabei legt das Weibchen drei bis sieben Eier. Aus ihnen schlüpfen nach 12-14 Tagen die ersten Jungvögel.

Diese werden von den Eltern mit eiweißreicher Nahrung versorgt. Dabei entfernen sich die Vögel für gewöhnlich nicht mehr als 100 m vom Nest. Kehren sie doch einmal nicht zurück, dann springen die Nachbar-Spatzen zur weiteren Versorgung ein.

Zwei bis drei Wochen nachdem die Jungvögel geschlüpft sind, werden sie schließlich flügge. Beginnen die Elterntiere danach mit der nächsten Brut, schließen auch sie sich in Trupps zusammen, die die nächste Generation bilden.

Wo sollten Sie den Sperling-Nistkasten aufhängen?

Hängen Sie Ihren neuen Sperling-Nistkasten an einem möglichst ruhigen Platz in einer Höhe von 2-3m auf. Da es sich um einen Gebäudebrüter handelt, sollte sich dieser – wenn möglich – an einer geeigneten Fassade befinden.

Achten Sie darauf, dass Sie einen witterungsgeschützten Ort auswählen, der weder praller Sonne noch Regen ausgesetzt ist. Die Vorderseite des Spatzenkasten sollte daher am besten nach Osten oder Südosten zeigen. Mit entsprechendem Schutz – z.B. unter dem Dach – können aber auch weniger ideale Himmelsrichtungen möglich sein. 

Katzen und andere Fressfeinde sollten den Spatzenkasten dabei nicht erreichen können. In mindestens 5m Entfernung sollten sich zudem Bäume und Sträucher befinden. Sie dienen den Elterntieren als geschützte Rückzugsmöglichkeit, in der sie sich vor und nach der Fütterung aufhalten können.

Befinden sich in Ihrem Garten noch weitere Nisthilfen für andere Vogelarten, dann sollten einige Meter Abstand zu ihnen eingehalten werden.

Entscheiden Sie sich für einen Nistkasten für Spatzen mit nur einer Bruthöhle, dann sollten Sie zudem gleich mehrere aufhängen. Das liegt ganz einfach daran, dass Sperlinge gerne in Gesellschaft brüten. Da sie trotzdem ihren Brutplatz verteidigen, sollte aber auch ein Abstand eingehalten werden. Bis zum nächsten Spatzenkasten sollte daher ein Abstand von 50-100cm eingehalten werden.

Standort-Checkliste

  • Ruhig
  • Witterungsgeschützt
  • Vorderseite nach Osten oder Südosten
  • An der Fassade oder direkt unterm Dach
  • Mit Bäumen und Sträuchern im Umkreis von 5m
  • Abstand zur Nisthilfe anderer Vogelarten: Einige Meter
  • Abstand zum nächsten Spatzenkasten: 50cm

 

Wie muss ein Sperling-Nistkasten gepflegt werden?

Da Spatzen – wenn nötig – das alte Nistmaterial selbst austauschen, muss ein Sperling-Nistkasten nicht zwingend gereinigt werden. Entscheiden Sie sich trotzdem dazu, können altes Nistmaterial, nicht ausgebrütete Eier, nicht durchgekommene Jungvögel, Ungeziefer, Schimmel und Verschmutzungen entfernt werden.

Meiden Sie für die Reinigung jedoch den Winter, in dem die Spatzenvilla verschiedenen Tieren als warmer Unterschupf dienen kann. Auch in der Brutsaison ist eine Reinigung natürlich nicht möglich. Der beste Zeitpunkt ist damit entweder Ende September oder zwischen Januar und Februar.  

Ziehen Sie sich vor der Reinigung zunächst Handschuhe an. Legen Sie sich außerdem einen Handfeger, einen Spachtel, einen Schwamm und klares Wasser zurecht.

Klopfen Sie anschließend vorsichtig an den Spatzenkasten und warten Sie einen Augenblick ab. Halten Sie dabei Augen und Ohren offen, um zu prüfen, ob sich Untermieter darin befinden.

Wird die Spatzenvilla gerade von Tieren genutzt, dann stören Sie diese nicht. Versuchen Sie es stattdessen später noch einmal.

Ist die Luft rein, dann können Sie die Spatzenvilla allerdings vorsichtig öffnen.

Entfernen Sie anschließend mit dem Handschuh alles, was Sie greifen können. Sehen Sie Belag an Wänden und Boden, dann kratzen Sie diesen mit dem Spachtel ab.

Danach können Sie die Nisthilfe noch mit dem nassen Schwamm auswischen. Chemikalien sollten dabei allerdings nicht zum Einsatz kommen.

Im Anschluss an die Reinigung sollten Sie die Nisthilfe zum Trocknen eine Weile geöffnet lassen. Dabei können Sie auch kontrollieren, ob das Spatzenhaus noch immer gut befestigt ist und Notfalls nachbessern.

Um das Spatzenhaus besonders witterungsfest zu machen, können Sie es zur Pflege außerdem ein Mal pro Jahr mit Leinöl streichen.

Wie lange hält eine Spatzenvilla?

Das kommt ganz auf Material, Standort und Pflege an. Für gewöhnlich sollte eine unbehandelte Spatzenvilla mindestens 5-8 Jahre haltbar sein – besonders, wenn sie sich unter dem Hausdach befindet.

Eine Lackierung mit Leinöl kann diese Lebensdauer zusätzlich verlängern.

Kann ich den Spatzenkasten lackieren?

Ist Ihr Ziel ein umweltfreundlicher Witterungsschutz, dann können Sie zum Lackieren Leinöl verwenden.

Streichen Sie das Spatzenhaus dazu mit dem Öl und lassen Sie es vor dem Aufhängen anschließend vollständig trocknen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass es für die Spatzen keinen Geruch mehr hat.

Wollen Sie den Spatzenkasten frei gestalten, dann ist auch das möglich. Achten Sie allerdings darauf, sich für lösungsmittelfreie Farben (auf Wasserbasis) zu entscheiden.

Ein knallbunter Nistkasten kann die kleinen Sperlinge außerdem abschrecken. Auf zu grelle Töne sollten Sie daher verzichten. Unauffällige Farben werden von den Vögeln stattdessen eher akzeptiert.

Was kostet ein Nistkasten für Spatzen?

Der Preis für einen Spatzenkasten kann je nach Material, Verarbeitung und Bauweise variieren. Ein Nistkasten für Spatzen aus Holz ist für den geringsten Preis erhältlich. Gerade besonders günstige Modelle sparen dabei allerdings oft am Material oder an einer sauberen Verarbeitung. Sie sollten daher nach einem Modell Ausschau halten, das entsprechend artgerecht und witterungsbeständig ist.

Ein Nistkasten für Spatzen aus Holzbeton wird ebenfalls angeboten. Dieses Material gilt als besonders hochwertig, da es für ein ideales Klima für die Jungvögel sorgt und von Raubvögeln schlecht zerpickbar ist.

Neben dem Material schlagen auch zusätzliche Features zu Buche. So ist ein Nistkasten für Spatzen mit Kamera z.B. entsprechend teurer. 

Produktart Preis
Nistkasten für Spatzen aus Holz
15 - 45€
Nistkasten für Spatzen aus Holzbeton
13 - 140€
Nistkasten für Spatzen mit Kamera
70 - 230€

Wo können Sie einen Spatzen-Nistkasten kaufen?

Ein Spatzenhaus wird in vielen Bau-, Gartenbau- und Supermärkten angeboten. Dort steht allerdings oft der Preis, statt die Artgerechtigkeit im Vordergrund. Viele Produkte sind für die Sperlinge daher leider nicht geeignet. Die Gründe dafür können vielfältig sein und von einem zu kleinen Einflugloch, bis hin zu ungeeigneten Materialien wie Pressholz reichen.  

Eine bessere Option sind daher meist Naturschutzorganisationen und die von ihnen empfohlenen Online-Händler. Bei diesen Online-Shops ist jedoch meist eine Anmeldung notwendig. Auch Rezensionen sind dort nicht immer zu finden.

Amazon ist daher ebenfalls eine gute Option. Da sich hier gute und schlechte Händler finden, sollten Sie allerdings aufmerksam die Rezensionen lesen und bereits Bescheid wissen, wie ein artgerechtes Spatzenhaus überhaupt aussehen sollte.  

Hier noch einmal alle Händler:

Händler Bewertung
Bau-, Garten- und Supermärkte
Eher nicht zu empfehlen
Naturschutzorganisationen (NABU, LBV, etc.)
Oft ohne Shop oder mit kleiner Auswahl
Artgerechte Online-Shops (z.B. Vivara)
Kleine Auswahl, oft ohne Rezensionen
Amazon
Große Auswahl, viele Rezensionen, gute und schlechte Händler

Welche Alternativen zum Spatzen-Nistkasten gibt es?

Niststein für Spatzen

Steht eine Sanierung der Hausfassade an oder Sie stehen kurz vor dem Neubau, dann kann auch ein Niststein für Spatzen in Frage kommen. Hierbei handelt es sich im Grunde um einen Mauerstein, der direkt in die Wärmedämmung integriert wird. Er ist mit einem Einflugloch in der Front ausgestattet und innen hohl, damit Spatzen oder andere Vögel es sich darin gemütlich machen können. Wärmebrücken können dabei durch eine entsprechende Hinterdämmung vermieden werden.

Vorteile
  • Schafft einen nachhaltigen Nistplatz
  • Muss nicht gepflegt werden

 

Nachteile
  • Nicht immer in die Fassade integrierbar

 

Begrünte Fassade

Eine weitere Alternative zum Spatzenhaus ist eine begrünte Fassade. Auch dort können die kleinen Sperlinge einen geeigneten Nistplatz zur Aufzucht der nächsten Generation finden. Entscheiden Sie sich dabei allerdings für Spatzen-sichere Pflanzen, die die Fassade nicht beschädigen.

Vorteile
  • Schafft natürliche Nistplätze

 

Nachteile
  • Erfordert entsprechende Pflege

 

Dichte Hecke

In einer dichten Hecke können sich Spatzen ebenfalls niederlassen. Nesträuber haben es hier allerdings entsprechend einfacher. Die Hausfassade wird von den kleinen Vögeln daher in der Regel deutlich bevorzugt.

Hecken, die dicht wachsen und als Nistplatz für den Spatz geeignet sind, sind Liguster, Hainbuche, Kornellkirsche und Feldahorn.

Vorteile
  • Natürlicher Nistplatz für viele Vogelarten

 

Nachteile
  • Erfordert entsprechende Pflege
  • Schlechter akzeptiert als die Hausfassade

 

Haussperling-Steckbrief (Spatz)

Unser Fazit zum Spatzen-Nistkasten

Ein Nistkasten für Spatzen leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Da die kleinen Vögel zunehmend am Verlust ihrer natürlichen Nistplätze leiden, kann mit ihnen eine einfache Alternative geschaffen werden. So können Sie die kleinen Sperlinge im Garten ansiedeln, wo sie Sie fleißig bei der Schädlingsbekämpfung unterstützen. Sie können sie außerdem bei der Aufzucht ihrer Nachkommen beobachten, was für Jung und Alt meist besonders spannend ist. 

Entscheiden Sie sich dafür, die Vögel mit einer Nisthilfe zu unterstützen, dann raten wir Ihnen zu einer Spatzenvilla mit mehreren Brutplätzen. Diese ist oft schon recht günstig zu haben und bietet gleich für einen ganzen Trupp Unterschlupf.

Hängen Sie mehrere auf, dann ist aber auch ein Einzelnistkasten für Spatzen gut geeignet.

Haben Sie das entsprechende Kleingeld, dann können Sie sich statt für das klassische Holz auch für Holzbeton entscheiden. Mit ihm sind die Jungvögel nämlich noch besser vor Witterung und Fressfeinden geschützt.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserem Spatzen-Nistkasten Test weiterhelfen und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Ansiedlung der kleinen Vögelchen.